Unsere Konzerte 2018

Jahreskonzert 2018 Romantische Chorsinfonik

Samstag 13. Oktober 2018  19 Uhr

Sonntag 14. Oktober 2018  17 Uhr

Ev. Johanneskirche Sindelfingen  Rechbergstraße 1

Der Chor der Ev. Johanneskirche unternahm im Juni 2017 eine Konzertreise nach Danzig und Posen. Zusammen mit dem Orchester des Musikgymnasiums Posen sowie Solisten der Posener Oper führten sie gemeinsam bei verschiedenen Konzerten u.a. Gounods "Cäcilienmesse" sowie Bizets "Te Deum" auf. Auf Einladung des Chores kommen Orchester und Solisten, zusammen mit Mitgliedern des Chores der Hl.-Kreuz-Kirche aus Warschau, in diesem Jahr nach Sindelfingen.

Ausführende:

Chor der Ev. Johanneskirche Sindelfingen

Mitglieder des Chores der St. Pauluskirche

(Einstudierung: Franz Neubauer)

"Sursum Corda" - Chor der Hl.-Kreuzkirche Warschau

(Einstudierung: Emilia Melon)

Mitglieder des Freizeitchores Wildberg

Sinfonisches Orchester des Musikgymnasiums Posen

(Leitung. Aleksander Gref)

Solisten der Musikakademie Posen:

Magdalena Nowacka (Sopran)

Marek Szymanski (Tenor)

Rafal Korpik (Bass)

MICHAEL KUHN (Gesamtleitung)

 

ALEXANDER BORODIN  POLOWETZER TÄNZE

Alexander Borodin war zunächst Militärarzt, später Professor für Chemie und schließlich kaiserlich russischer Staatsrat, also musikalischer Dilettant. Umso bewundernswerter ist sein musikalisches Talent und seine herausragende Instrumentationskunst. Aus seinem Hauptwerk, der Oper "Fürst Igor" erklingen die zündenden, ungemein farbig instrumentierten "Polowetzer Tänze". Zarte, romantische Liedmelodien wechseln abrupt zu rasenden rhythmischen Passagen, geprägt durch orientalisch-exotische Skalen. Das Hauptthema erklang als Einleitung des Showteils zur Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi.

GABRIEL FAURÉ  REQUIEM op. 48

Das Requiem opus 48 von Gabriel Fauré gilt als eines seiner bedeutendsten Werke. Es entstand 1887/88, angeregt durch den Tod seines Vater 1885 und den seiner Mutter 1887, und wurde gleich im Mai 1888 in seiner Pariser Kirche Sainte Madeleine uraufgeführt. Das ganze Werk hat einheitlich lyrisch-meditativen Charakter, doch dank phantasievoller Farbwechsel und anmutiger Melodiosität sowohl des Chores als auch der Soli entsteht keinerlei Eintönigkeit. Das abschließende "In Paradisum" schafft mit präludiumartigen, an Gounods "Ave Maria" erinnernden Dreiklangsbrechungen der Orgel auf einem D-Dur-Klangteppich der Streicher einen erlösenden, überirdisch schönen Ausblick ins Paradies.

CHARLES GOUNOD  CÄCILIENMESSE

Charles Gounod hatte mit seiner "Cäcilienmesse" in der Verschmelzung von expansiver Stilistik der Hochromantik - etwa in der großen Orchesterbesetzung, mit vergeistigter Strenge des Palestrinastils - etwa im gregorianisch anmutenden Beginn des "Kyrie" genau den Nerv der Zeit getroffen. Opernhafte Eigendramatik und schlichte Choralharmonisierungen prägen das "Gloria" und das ekstatische, hymnisch gesteigerte Chorunisono im "Credo" strahlt eine unbezwingbar magische Intensität des Glaubensbekenntnisses aus. Arienhafte Solopartien im "Sanctus" und "Benedictus" und ein friedvolles zartes "Amen" am Ende des "Agnus Dei" haben dem Werk zu Recht den Ruf als eine der klangschönsten Messvertonungen überhaupt eingebracht.

Ralf Grössler "Mass of Joy"

Ralf Grössler (Bild: Chrismon.evangelisch.de)

Gospelmesse „Mass of Joy“ von Ralf Grössler

für 2 Chöre, S-Solist und Orchester

am 9. 12. 2018 um 18 Uhr in der Johanneskirche Sindelfingen



Am Sonntag den 9. Dezember 2018 ist in der Sindelfinger Johanneskirche die Gospelmesse „Mass of Joy“ von Ralf Grössler aufgeführt worden.


Bei der Aufführung wirkten Sänger des Chores der Ev. Johanneskirche, der St. Pauluskirche Sindelfingen sowie Cocktail Vocale e.V. mit.

Dabei stehen die Chöre räumlich getrennt in der Kirche und sorgen so für ein ganz besonderes Hörerlebnis.


Grössler hat 1998 mit der Mass of joy eine Musik geschrieben, die mehrere Stilelemente vereint und damit auch alle Generationen gleichermaßen anspricht: Filmmusik, Romantik, Gospel- und Popelemente auf deutsch, englisch und lateinisch gesungen sorgen für ein ganz besonderes und abwechslungsreiches Konzerterlebnis.


In der Band und im Orchester spielten engagierte Musiker aus der Region. Das Sopransolo sang Rahel Lichdi, die Leitung hatten Roman Maslennikow und Michael Kuhn.

Unsere Konzerte 2017

Jahreskonzert "MESSA PER ROSSINI" 25./26. November

Gioachino Rossini (1792-1868) Bild: Wikipedia

Die Messa per Rossini ist ein Requiem, das als Gemeinschaftskomposition von dreizehn italienischen Komponisten entstand.

Unter dem Eindruck vom Tod Rossinis am 13. November 1868 lud Guiseppe Verdi die zwölf bedeutendsten Komponisten seiner Zeit ein, sich an der Gemeinschaftskomposition einer Totenmesse für Rossini zu beteiligen. Die Uraufführung sollte am ersten Todestag Rossinis, dem 13. November 1869, in Bologna stattfinden. Die Messa per Rossini war im September 1869 fertiggestellt, eine Aufführung kam jedoch wegen widriger Umstände nicht zustande. Das Manuskript geriet daraufhin zunächst in Vergessenheit.

Giuseppe Verdi übernahm seinen eigenen Beitrag, das abschließende Libera me, in überarbeiteter Form als Keimzelle für die Komposition seiner eigenen Messa da Requiem. Ähnlich verfuhren Antonio Buzzolla, Antonio Cagnoni, Pietro Platania und Teodulo Mabellini, die ihre Sätze in z. T. erweiterter und überarbeiteter Form zur Aufführung bringen ließen.

Die Gemeinschaftskomposition wurde 1970 von dem Musikwissenschaftler David Rosen wiederentdeckt und am 11. September 1988 von der Gächinger Kantorei unter der Leitung von Helmuth Rilling beim Europäischen Musikfest Stuttgart postum uraufgeführt und auch als CD veröffentlicht.

 

Lesen Sie dazu die Kritik der Kreiszeitung Böblinger Bote von Jan Renz hier:

Männerchor der Johanneskirche präsentiert beim Luther Jubiläum „Württemberg in Wittenberg.“ vom 29.8. - 2.9. 2017

Auftritt in der Stadtkirche Wittenberg

Auftritt im Pavillon der Württ. Landeskirche in Wittenberg

Der Männerchor der Johanneskirche Sindelfingen reiste auf Einladung der evangelischen Landeskirche 5 Tage nach Wittenberg. In der Württemberg Halle in Wittenberg begrüßte unsere Landeskirche ihre Gäste mit dem Motto „ Das ist Freiheit“ - 500 Jahre Reformation.

Der Männerchor war von Dienstag bis Samstag in Wittenberg und hat die Veranstaltungen mit musikalischen Beiträgen mit gestaltet.

Täglich war um 11:00 Uhr Konzert angesagt und um 12:00 Uhr wirkte der Chor beim täglichen Mittagsgebet mit.

Am Freitag war gleich nach dem Mittagsgebet ein kleines Konzert in der Schlosskirche zu Wittenberg auf dem Plan.

Ein täglich wechselndes Programm, begleitet von täglich wechselndem Outfit der Sänger haben nicht nur die Zuhörer, sondern auch die vielen Mitarbeiter der Landeskirche begeistert.

Auf dem Programm standen Lieder von Martin Luther aus der Reformationszeit, wie auch Lieder aus unserer schwäbischen Heimat.

Da in dieser Woche zusätzlich Weltausstellung war, wurden auch Lieder aus aller Welt in dem Programm dargeboten.

Das Mittagessen wurde täglich mit dem beliebten und gern gehörten Lied „Der Speisezettel“ begonnen.

Eine Konzertreise, die dem Männerchor wie auch den Verantwortlichen der Landeskirche viel Freude bereitet hat.

Traditionelles Karfreitagskonzert César Franck "Die sieben Worte Jesu am Kreuz"

Jesus am Kreuz (Bild Wikipedia)

César Franck (Bild: Pierre Petit)

César Franck (1822-1890) war ein französischer Komponist und Organist.

Bereits im Alter von 26 Jahren hatte sich Franck  vorgenommen, neben seiner Erwerbstätigkeit als Lehrer und Organist täglich zwei Stunden der Komposition oder dem Studium großer musikalischer oder literarischer Werke zu widmen. Auf diese Weise entstanden zwischen 1848 bis ca. 1868 quasi in Nachtarbeit Kompositionen meist für den liturgischen Gebrauch. Nach und nach entwickelte der dabei seinen persönlichen Kompositionsstil, allerdings haben die dabei entstandenen Werke wenig Beachtung gefunden.

Im besonderen Maße gilt dies für Francks Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz, die Franck auf seinem Manuskript mit 14.08.1859 datierte, eben jenem Jahr, in dem er sich aus der Vokalmusik an der Kirche Ste. Clotilde zurückzog. Erst 118 Jahre später 1977 wurde das Werk in Deutschland (Geislingen) uraufgeführt.

César Franck ging es bei dieser Sieben-Worte-Vertonung nicht um eine dramatische Darstellung der Leidensgeschichte Jesu an sich. Es sind die von den Evangelisten überlieferten Worte des Gekreuzigten, die als textliche Grundlage im Fokus des Werkes stehen und mit auslegenden Texten aus der Bibel ergänzt wurden. Francks Absicht war eine musikalische Vertiefung dessen, was hinter dem Geschehen von Golgotha steht und sich zeichenhaft in den Worten Jesu zu erkennen gibt: Vergebung, Heilszusage, Mitleiden, Verlassenheit, Not, Erlösung und Gottergebenheit.

Der den Christusworten vorangestellte Klagegesang „O vos Ommnes“ (O ihr alle, die ihr des Weges kommt, schaut her und seht, ob es einen Schmerz gibt gleich meinem Schmerz) ist quasi ein Prolog und Einstimmung zum Passionsgeschehen. Die Komposition benötigt ein großes Orchester einschließlich Harfe, vier Solostimmen und Chor.

Die überwiegend vorzufindenden Moll- und B-Tonarten sowie die überwiegend langsamen Tempi sind passend dem Sujet geschuldet. Die Vertonung der Jesuworte realisierte Franck mit sehr schlichten, schon etwas archaisch anlautenden, aber wunderschönen Harmonien. Diese choralähnlichen Passagen, die durch ihre asketische Schlichtheit eine tief beeindruckende Wirkung erzielen, wechseln sich mit schmerzvollen Klagegesängen ab und stehen im starkem Kontrast zu solchen, im Tempo meist rasanten, reißerisch anmutenden Abschnitten, in denen die Verspottung Jesu mit den musikalischen Stilmitteln der Grande Opéra des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck gebracht wird.

(Text in Auszügen aus der Seite EVKirchenmusik-fn.de)

Eine Rezension der SZ/BZ von Bernd Heiden finden Sie hier: